Das traditionsreiche Rock im Park Festival hat eine Preiserhöhung angekündigt, die in der Festival-Community für heftige Diskussionen sorgt: Die Rock im Park Camper Preise für Wohnmobile, Trailer und Minivans verdoppeln sich zum teil ab 2026 bis auf bis zu 200 Euro. Der Ticketverkauf startete am Freitag, den 10. Oktober 2025 um 12:00 Uhr.
Die neue Preisstruktur im Detail
Wer mit einem Camper, Trailer oder Minivan zum Festival anreist, benötigt wie gewohnt zusätzlich zum regulären Festival-Ticket eine Fahrzeugplakette. Doch während diese bisher 100 Euro kostete, werden nun bis zu 200 Euro fällig. Dazu kommt: Jede weitere Person im Fahrzeug muss ein zusätzliches Camping-Ticket für 100 Euro erwerben.
Konkret bedeutet das: Ein Paar, das mit dem Wohnmobil anreist, zahlt neben den beiden Festival-Tickets nun 200 Euro für die Fahrzeugplakette plus 200 Euro für zwei Camping-Tickets – insgesamt also 400 Euro nur für den Camping-Bereich. Vor der Preisanpassung wären es noch 300 Euro gewesen.
100 Prozent Preiserhöhung in einem Jahr
Die Verdopplung der Caravan-Fahrzeugplaketten-Kosten ist beachtlich. Rock im Park begründet die Neuerung mit der begrenzten Fläche auf dem Volksfestplatz und dem wachsenden Bedarf an Kapazitätsmanagement im Camping-Bereich.
Kritische Stimmen werden lauter
In der Festival-Community stoßen die drastisch erhöhten Preise auf erhebliche Kritik. Viele langjährige Besucher empfinden die Verdopplung als nicht mehr nachvollziehbar. Festival-Camping galt lange als verhältnismäßig kostengünstige Art, mehrere Tage beim Festival zu verbringen – doch diese Rechnung geht zunehmend nicht mehr auf.
Besonders brisant: Während moderate Preissteigerungen bei Festivals durchaus üblich sind, stellt eine Verdopplung binnen eines Jahres eine außergewöhnliche Eskalation dar. Für Familien und jüngere Festivalbesucher wird der Camping-Bereich damit zunehmend unerschwinglich.
Inflation oder Abzocke?
Die Frage, ob diese drastische Preiserhöhung noch gerechtfertigt ist, spaltet die Community. Einerseits sind Festivals mit steigenden Kosten konfrontiert – allerdings rechtfertigt die allgemeine Inflation kaum eine Verdopplung des Preises. Andererseits scheint die Strategie aufzugehen. Die Tickets sind schon ausverkauft.
Doch diese schnelle Ausverkauft-Meldung wirft auch Fragen auf: Wurde die Anzahl der verfügbaren Plaketten künstlich verknappt? Oder ist die Nachfrage tatsächlich so hoch, dass Menschen bereit sind, jeden Preis zu zahlen?
Läuft es aus dem Ruder?
Die Entwicklung zeigt ein grundsätzliches Problem der Festival-Branche: Wenn selbst etablierte Zusatzleistungen wie Camping-Plaketten plötzlich um bis zu 100 Prozent teurer werden, stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Was früher als fairer Aufpreis für zusätzlichen Komfort galt, entwickelt sich zunehmend zu einem Luxusgut.
Fazit: Rock im Park testet mit der drastischen Preiserhöhung die Schmerzgrenze seiner Besucher. Die schnelle Ausverkauft-Meldung zeigt zwar, dass die Zahlungsbereitschaft (noch) vorhanden ist. Doch langfristig droht das Festival seine ursprüngliche, oft jüngere Zielgruppe zu verlieren – und damit auch ein Stück seiner Festivalkultur.
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